Vaihingen stoppt die Allianz-Pläne: Reden #4

Als letzte Rede in der Reihe der Reden der Demo „Vaihingen stoppt die Allianz-Pläne“ veröffentlichen wir heute das Grußwort der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bezirk Stuttgart, unterzeichnet von Cuno Hägele (Geschäftsführer, ver.di Stuttgart) und Jakob Becker (Gewerkschaftssektretär, Fachbereich 2 Ver- und Entsorgung).

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir grüßen alle die heute hier auf die Straße gehen um deutlich zu machen, dass Profitmaximierung nicht alles sein kann. Worum geht es, da gibt es einen großen Versicherungskonzern der aus der Innenstadt kommt und hier auf seinem Sportgelände bauen will. Worum geht es, dass es hier einen Grünzug gibt, der für die umliegenden Wohngebiete als Frischluftschneise wichtig ist. Worum geht es, dass die Stadt hier den Flächennutzungsplan zu Gunsten eines Großkonzerns und somit zu Lasten der Bewohner der umliegenden Wohngebiete ändern will. Worum geht es, dass die Stadt hier auch städtische Fläche versilbern will. Hier gibt es den Betriebshof der AWS und Tiefbauamt. Das sind städtische Ämter und somit öffentliche Dienstleistungen die hier direkt im Stadtteil ansässig sind.
Und öffentliche Dienstleistungen brauchen die Nähe zu den Stadtteilen und damit die Nähe zum Bürger. Wenn die Stadt ihre Flächen versilbert, stellt sich die Frage wem nützt das?
Für uns gilt das Motto, „Öffentlich ist wesentlich“, und das bedeutet, es kann doch nicht sein, das hier die Fläche des Betriebshofs von AWS und Tiefbauamt plötzlich zu Disposition stehen nur damit ein Großkonzern hier bauen kann. Die einen bekommen den Roten Teppich ausgelegt, und für die städtischen Beschäftigten stellt sich die Frage nach dem Alternativstandort. Der Rote Teppich für die Allianz und bei den Beschäftigten der AWS bekommt es die Stadt seit 1,5 Jahren nicht hin, dass den Beschäftigten 15 bezahlte Minuten für Waschen und Umziehen gewährt werden. Öffentlich ist wesentlich, öffentlich heißt nicht, den Konzernen den Roten
Teppich ausbreitet, deshalb fordern wir gemeinsam mit euch, keine Änderung des Flächennutzungsplans. Wir sagen Nein zu den Bauplänen und werden auch weiterhin mit euch zusammen dagegen aktiv sein.

Ver.di Bezirk Stuttgart, 19.01.17
Cuno Brune Hägele, Jakob Becker

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